:: Gelesen :: Stephen King – Mind Control

Rezension Mind Control Titel

Seit nun bereits 28 Jahren bin ich begeisterter Leser von Stephen Kings Romanen. Alles begann nach dem Buchtipp einer Freundin mit dem Roman „Friedhof der Kuscheltiere“, den ich bereits im zarten Alter von 12 innerhalb kürzester Zeit verschlang. Ok, kinderfreundlich ist das Buch ja nun nicht gerade, aber das wäre der Film auch nicht gewesen. Und da ja Bücher bekanntlich keine FSK-Freigabe besitzen müssen… ;-)

Die Geschichte rund um die Familie Creed und ihrem Kater Church infizierte mich mit dem Stephen King Virus und bis heute habe ich wohl fast alle seine Bücher im heimischen Bücherschrank stehen… und die meisten habe ich sogar gelesen ;-)

Natürlich gab es viele Hochs und Tiefs im Laufe der Karriere von Mr. King (meine am meist gehassten Bücher des Autors sind „Das Monstrum“ und „Duddits/ Dreamcatcher“). Aber heute soll es nicht um literarische Entgleisungen gehen, sondern ich möchte lieber von einem dieser Hochs berichten.

Stephen King – Mind Control (Bill Hodges 3)

Darum geht es

In Zimmer 217 ist etwas aufgewacht. Etwas Böses. Brady Hartsfield, verantwortlich für das Mercedes-Killer-Massaker mit vielen Toten liegt seit fünf Jahren in einer Klinik für Neurotraumatologie im Wachkoma. Seinen Ärzten zufolge wird er sich nie erholen. Doch hinter all dem Sabbern und In-die-Gegend-Starren ist Brady bei Bewusstsein – und er besitzt tödliche neue Kräfte, mit denen er unvorstellbares Unheil anrichten kann, ohne sein Krankenzimmer je zu verlassen. Ex-Detective Bill Hodges, den wir aus Mr. Mercedes und Finderlohn kennen, kann die Selbstmordepidemie in der Stadt schließlich mit Brady in Verbindung bringen, aber da ist es schon zu spät.

Meinung

Das Buch habe ich letztes Jahr, kurz nach der Erstveröffentlichung des Romanes, zum Geburtstag geschenkt bekommen. Seit dem stand es im Regal neben den anderen Werken von Stephen King und wartete darauf, mir endlich seine Geschichte erzählen zu dürfen. Man hat ja doch immer irgendwie zu wenig Zeit zum lesen und so schiebt man Romane so manches mal vor sich her, auch wenn sie inhaltlich bestimmt sehr reizvoll wären.
Zwischenzeitlich höre ich, dank Audible, manche Romane als Hörbuch auf dem Arbeitsweg, was allerdings auch nicht immer so wirklich befriedigend ist. Es fehlt einfach das vom lesen bekannte Kopfkino, weil man sich zu sehr auf den Straßenverkehr konzentrieren muss.

Aber nun im Pfingsturlaub war die Zeit für den Roman endlich gekommen. Schließlich war ich schon sehr lange gespannt, wie die dreiteilige Geschichte um den ehemaligen Polizisten Bill Hodges enden würde.

Um es vorweg zu nehmen, die Trilogie (Mr. Mercedes, Finderlohn, Mind Control) gehört für mich persönlich, neben „Der Anschlag“ und „Die Arena“, zu den ganz starken Werken der jüngeren Vergangenheit.

Die Hauptprotagonisten sind durch die Bank sehr sympatisch und mir, dank der vorhergehenden Romane, auch ein wenig ans Herz gewachsen. Sogar (auch wenn es etwas schräg klingen mag) dem Psychopathen Brady kann man etwas abgewinnen. King schafft es wirklich, den Antagonisten spannend und authentisch aufzubauen.

Auch wenn die Story in sich manchmal doch ein wenig unrund wirkt, sie mag durchaus zu fesseln und längen, die den Lesefluss stark stören, sind kaum vorhanden. Gut, Stephen King verliert sich auch in diesem Roman hin und wieder in die Beschreibung von unnötigem Zeugs, das für den weiteren Verlauf der Geschichte vollkommen irrelevant ist, aber das ist man ja bereits von ihm gewohnt.

Allerdings ist mir dann doch ein Punkt sehr negativ aufgefallen.
Bradys „größter Beinahe-Erfolg“ wurde im Verlauf der Geschichte immer und immer wieder thematisiert. Auch konnte ich nicht mehr zählen, wie oft darauf hingewiesen wurde, wie der Psychopat von Holly gestoppt wurde. Als wäre der Leser ein wenig doof und er könne sich den Ausgang von „Mr. Mercedes“ oder die erneute Erinnerung an den Roman, lediglich ein paar Seiten vorher, nicht merken.
Im letzten Drittel der Geschichte erwischte ich mich dann doch des öfteren beim verleiern der Augen, wenn schon wieder der Hinweis auf das Round Here-Konzert oder der mit Bleikugeln gefüllten Socke kam. Musste man an diesen Stellen die Story ein wenig strecken oder warum kam dieser Teil in der Geschichte immer und immer wieder vor?

Fazit

Auf jeden Fall ist „Mind Control“ ein wirklich starker und kurzweiliger Abschluss der Bill Hodges Trilogie. Jeder der sich auch nur ein wenig für Stephen King erwärmen und für mystische Thriller begeistern kann, denn von Horror kann man hier wirklich nicht mehr reden, sollte im Buchladen nach den drei Romanen Ausschau halten.

Insgesamt wirklich ein spannendes Lesevergnügen.

Titel: Mind Control
Original-Titel: End of watch
Autor: Stephen King
Leseprobe: Hier kostenloser Download
Verlag: Heyne
Verlagsgruppe: Random House
Bezug: Beim Verlag oder jedem Buchhandel
Preis: 22,99 EUR empf. VK-Preis gebunden / 14,99 EUR empf. VK-Preis broschiert
ISBN-10: 345327086X
ISBN-13: 978-3453270862

Alle Bilder, Videos und Leseproben mit freundlicher Genehmigung der Random House Verlagsgruppe via Bloggerportal.

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