Kartoffelcast #000 und #001: TKKG – Die Jagd nach den Millionendieben (Folge 1) – Transkript

Transkript zum Podcast: Kartoffelcast #000 und #001: TKKG – Die Jagd nach den Millionendieben

1. [INTRO UND DISCLAIMER]

2. [ANMODERATION]

Herzlich Willkommen bei Folge #0 und #1 vom Kartoffelcast, dem funkelnagelneuen Hörspiel-Podcast, der einzige der auch mal Hörspiel-Äpfel mit Hörbuch-Birnen vergleicht

Ich bin Michael Rosenberg und … ihr nicht.

Da ich hier jetzt die Folgen 0 und 1 meines neuen Spaß- und Fan-Projekts zusammengelegt habe, wird die Anmoderation dieses Mal auch ein klein wenig umfangreicher, denn ihr wollt ja bestimmt wissen, wer sich hier hinter dem Mikrofon einen abstottert.

Also, ich bin Michael Rosenberg, geborener Bayer aus dem Großraum München, deswegen gibt’s wohl auch hin und wieder Dialekt zu hören, und zur Zeit 42 Jahre jung. Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder und bin nun schon ganzes … naja gut, fast mein ganzes Leben lang… Hörspiel-Fan.

Früher ganz klassisch mit Kassetten und Langspielplatten aus gutem Vinyl, die ich damals schon zum Einschlafen gebraucht habe. Früh zeigt sich, wer wohl eines Tages Hörspiel-Junkie werden wird.

Gehört habe ich damals alles von Bibi Blocksberg über Benjamin Blümchen bis hin zu Krabat oder den drei Fragezeichen, alles was unsere Erdinger Bücherei halt so hergegeben hat.

Heute sieht es nicht anders aus, die Hörspiele meiner Kindheit sind auch heute noch geblieben, wurden aber natürlich auch um Hörspielreihen wie zum Beispiel Scotland Yard, Sherlock Holmes, John Sinclair und vieles, vieles mehr erweitert.

Ja, und der eine oder andere Zuhörer wird mich vielleicht schon kennen, ich betreibe den Blog „Der Couchpirat“, zu finden unter der Webadresse couchpirat.de. Das ein nicht kommerzielles Spaß-Projekt, dass ich neben meinem Hauptberuf als technischer Redakteur einer Panzerstahl verarbeitenden Firma, mit manchmal mehr, manchmal weniger Spaß mit Inhalten befülle. Mit dem PiratenTalk veröffentliche ich bereits eher unregelmäßig einen Blog-Cast. Das passiert halt immer dann, wenn ich mal wieder Beiträge veröffentlicht habe und diese aus Gründen der Barrierefreiheit vertone. Aber leider passiert das zurzeit kaum bis gar nicht, daher gibt es auch momentan keinen neuen Blog-Cast.

Aber nun erstmal wieder zurück zu diesem Podcast.
Was ist nun eigentlich der Kartoffelcast?

Da ich ja, wie ich schon gesagt habe, ein großer Hörspiel-Fan bin und auch sehr gerne einen Podcast aufnehme, weil mir die Arbeit mit der Stimme mittlerweile recht viel Spaß macht, der PiratenTalk aber ein wenig ins Stocken gekommen ist, wollte ich einfach mal was Neues ausprobieren. Grüße gehen übrigens raus an Steffen und Kati vom NerdNerdNerd-Podcast, die beiden haben mich damals mit Podcasts angefixt.

Ja und so wollte ich dann ein Projekt starten, das etwas unabhängiger von den Beiträgen auf meinem Blog ist. Das Ergebnis davon: Ihr hört es gerade an.

Der Slogan „Der Hörspiel-Podcast, der Äpfel mit Birnen vergleicht“ kam dann irgendwie von der grundsätzlichen Idee, zwei vollkommen unterschiedliche Hörspielreihen einfach so miteinander zu vergleichen, was ja irgendwie auch überhaupt gar keinen Sinn macht, aber trotzdem irgendwie lustig sein könnte. Ähnlich sinn frei ist natürlich auch der Name Kartoffelcast, der deswegen ganz gut zum Podcast passen sollte.

Aber dann habe ich mir gedacht, wenn ich zwei Hörspiele gänzlich unpassend miteinander vergleiche, warum dann nicht eine meiner Lieblings-Reihen „Die drei Fragezeichen“ mit dem ewigen Rivalen „TKKG“ Folge für Folge auf den Prüfstand zu stellen.

Die Idee klingt zwar witzig, aber ich glaube, dass mir das mit der Zeit vielleicht ein wenig zu eintönig wird und vor allem zum Start des Podcasts zwei Hörspiele gleichzeitig zu besprechen doch noch etwas zu umfangreich wäre, jedenfalls soll der Podcast erstmal so langsam in Fahrt kommen. Daher werde ich mich jetzt am Anfang auf eine Hörspielreihe beschränken, und da habe ich mich für Stefan Wolfs TKKG entschieden.

Und warum jetzt genau TKKG zum Start?

Also, was natürlich für mich ziemlich interessant ist, ich stamme aus einer Zeit, in der man irgendwie entweder die drei Detektive aus Rocky Beach ODER TKKG gehört hat. Und ich war halt den Fragezeichen treu.

Ein paar Folgen der Vierer-Bande kenne ich natürlich schon, den Zirkus Sarasani, Ufos in Bad Finkelstein, zur Folge 200 habe ich auch schon mal einen Podcast gemacht, aber so richtig verfolgt habe ich die Hörspiel-Reihe bisher eigentlich nicht so richtig. Deswegen habe ich mir mal TKKG-Hörspiele von meinem besten Freund Matthias ausgeliehen, auch da gehen Grüße raus, der war quasi mein, ich sag mal Erzfeind auf der Rivalen-Seite.

Ich versuche die Hörspiele nun Folge für Folge anzuhören und zu analysieren.

Also am Anfang, bis der Podcast so langsam rund läuft, wird’s wohl erst mal nichts mit Apfel-Birnen-Vergleiche, die werden aber auf alle Fälle irgendwann kommen… außer ich ändere den Slogan klammheimlich in irgendetwas anderes.

Aber nicht nur die Jungs und Mädels der Bande werden hier Gegenstand des Podcasts sein, sondern ich will auch noch so erzählen, welche Hörspiele oder Hörbücher ich nebenbei noch so angehört habe, eventuell was in naher Zukunft neu erscheinen wird, die einen oder anderen Hörspiel-Tipps usw. Also geplant habe ich viel, mal sehen wie es mit der Umsetzung am Ende klappt.

Auf jeden Fall bin ich auch auf euer Feedback angewiesen, wie ihr mir da weiterhelfen könnt, erfahrt ihr dann am Ende des Podcasts in der Rubrik „Hörer-Feedback“, in dem dann ausgewählte Zuschriften oder Anrufe vorgelesen und beantwortet werden.

Ja und dann gibt es wie vom PiratenTalk gewohnt auch wieder ein bis zwei Musik-Tracks (das geht meistens in die Rock- und Blues-Ecke), hin und wieder hoffentlich auch mal einen Live-Gast, mit dem ich über Hörspiele quatschen kann.

Dann danke ich euch schon mal fürs zuhören und es bleibt mir erst mal nichts anderes übrig als euch viel Spaß bei der ersten Folge des Kartoffelcasts zu wünschen.

Zum Einstand und nach dem langen Gequatsche gibt es zur Auflockerung ein wenig Musik und dann legen wir auch schon los mit TKKG (Folge 1) – Die Jagd nach den Millionendieben.

2. a) [MUSIK] Unknown Reality – Dvine – Epidemic

4. [HÖRSPIEL 1] TKKG – 001 – Jagd nach den Millionendieben

“Dieser Kartoffelcast beinhaltet Tonausschnitte aus einer Hörspiel-Produktion.
Diese Ausschnitte sind durch das Zitat-recht, $51 Urheberschutzgesetz, im Rahmen dieser Sendung zulässig.”

 Das hat ja wieder gut geklappt, Rock und Blues wird angekündigt, was anders gibt es auf die Ohren. Naja, ein bisschen Überraschung soll der Kartoffelcast auch bieten.

Dann geht es los mit der ersten Folge aus der Jugend-Reihe TKKG, mal sehen wo das so hinführt. Wahrscheinlich ist der Kartoffelcast dann am Ende plötzlich ein reiner TKKG-Podcast eines Nicht-Fans.

Wobei mir bei Recherchen im Netz aufgefallen ist, dass ich so auf die Schnelle gar keine TKKG-Podcasts gefunden, gibt es da etwa keine? Von den drei Fragezeichen gibt es ja so einige, aber von Stefan Wolfs Bande habe ich gar nichts gefunden.

Ok, viel Energie habe ich da jetzt auch nicht reingesteckt, das war für mich einmal Googlen, ich will ja doch eher mehr was eigenes machen.

Wie ich ja Eingangs schon erwähnt habe, ich war nie so der große Fan der TKKG-Bande, da ich immer zu #TeamFragezeichen gehört habe. Gelegentlich habe ich zu Geburtstagen oder an Weihnachten Kassetten von Tarzan, Karl, Klößchen und Gabi bekommen, aber ich glaube die Anzahl der Hörspiele kann man wohl wirklich an einem Finger, ach Quatsch, was sag ich denn da schon wieder… an einem Finger… an einer Hand meinte ich natürlich. Also man kann die Anzahl der Hörspiele wohl an einer bis maximal zwei Händen abzählen.

Vor allem in unseren örtlichen Bücherei gab es meiner Erinnerung nach gar nicht so viele Folgen der Hörspielreihe.

Somit fange ich mit diesem Podcast als relativ unbedarfter Hörer an, was aber auch den Vorteil hat, dass ich da keine rosarote Fan-Brille aufhabe und alles ansprechen kann, was mir gefällt oder auch nicht. Aber, und das will ich auch gleich klar stellen, ich will hier auf keinen Fall die TKKG-Bande schlecht machen und sage halt nur, was mir so auffällt. Es soll sich bitte keiner persönlich angegriffen fühlen, denn aus Facebook Fan-Gruppen weiß ich, dass da oftmals Kritik am Lieblings-Hörspiel sehr persönlich genommen wird. Das liegt mir natürlich sehr fern.

Auf jeden Fall brauche ich wohl auch so einen Klischee-Koeffizient wie ihn der Podcast „Spezialgelagert“ für die drei Fragezeichen verwendet. Denn ich habe durchaus in all den Jahren mitbekommen, dass sich die drei Rocky Beach Bewohner inhaltlich sehr stark von TKKG unterscheiden und es oftmals recht brutale, frauenfeindliche, rassistische oder einfach politisch unkorrekte Begriffe in die Hörspiele geschafft haben.

Ja, das lag dann wohl an der damaligen Zeit, in der Stefan Wolf, mit gebürtigem Namen Rolf Kalmuczak, die Jugendbuchreihe erfand. Das war ab 1979, da war ich gerade drei Jahre alt und solche Begriffe wie Zigeuner, Negerkuss, Eskimo oder ähnliches war damals, heute muss man wirklich sagen trauriger weise, relativ normal. Man kann das ganze definitiv nicht schönreden und muss eben damit in den Originalausgaben der Hörspiele leben. Wie gesagt, das waren andere Zeiten, aus denen wir alle heute glücklicherweise raus sind.

So, jetzt aber endlich zur ersten Folge von TKKG.

Folge 001 – Die Jagd nach den Millionendieben

Die Folge 1, ich habe übrigens die Kassetten-Version für diese Rezension verwendet, weil es irgendwie gar nicht so einfach ist, die Hörspiele in der digitalen Version zu bekommen.

Bei Spotify geht es ja erst bei Folge 100 los, die ersten 99 Folgen sollen aber wohl auch online kaufbar sein. Aber ist ja eigentlich auch egal, ich bekomme die Hörspiele ja eh ausgeliehen, ich belaste die Familienkasse schon genug mit diversen anderen Hörspielen. Da muss ich nicht auch noch TKKG kaufen.

Und natürlich schweife ich mal wieder ab. Also schnell zurück zu den Millionendieben.

Das Hörspiel erschien 1981, logischerweise auf Kassette und Langspielplatte, , der Siegeszug der CD begann erst ein gutes Stück später. Die Episode 1 erschien damit zwei Jahre später als der Jugendroman, dieser erschien 1979. Und darum geht’s:

Klappentext

Eigentlich wollten Tarzan, Gaby und Karl nur mal abends übers Volksfest bummeln, aber aus dem kleinen Ausflug wird ein großes Abenteuer. Zufällig beobachtet Tarzan, wie die schon lange gesuchten Millionendiebe aus einer Villa wertvolle Gemälde stehlen. Unsere vier Freunde vom TKKG, denn natürlich gehört auch Klößchen dazu, wollen die Bande ganz allein entlarven. Welche Rolle spielt der seltsame Bruder des unsympathischen Zeichenlehrers Pauling? Haben die Rocker etwas mit den Einbrüchen zu tun? Was tut sich in der feudalen Villa von Klößchens Eltern, wo der Chauffeur niedergeschlagen wird und das Luxusauto verschwindet? Lauter merkwürdige Dinge geschehen, die sich nicht zusammenreimen. Nichts kann unsere vier Freunde von der waghalsigen Gangsterjagd abhalten, die mit einer handfesten Überraschung endet.

Die Hörspiel-Besprechung

Witzig, gleich in den ersten Minuten wird wohl ein typisches TKKG-Klischee, erfüllt. Tarzan macht sich über den rundlichen Klößchen und seine Vorliebe für Schokolade lustig, also gleich direkt Dicken-Witze zu Beginn der Hörspielreihe.

“Einspieler 1”

Das Klößchen nach dem Zähne putzen direkt eine Tafel Schokolade verdrücken will ist natürlich auch nicht so ganz richtig, das bringt man seinen eigenen Kindern schon von früh auf bei. Das ist bei Schokoladenfabrikanten wohl ein klein wenig anderes.

Tarzan legt sich auch gleich direkt mit dem Zeichenlehrer Paulig, an. Rembrandt, so nennen ihn die Schüler des Internats, hat an diesem Abend die Nachtaufsicht und ist durch seine Art alles andere als beliebt bei den Schülern.

Auf die Aufforderung ins Bett zu gehen, weil es bereits nach 21 Uhr ist, kann Peter Carsten aber keine Rücksicht nehmen, schließlich hat er noch was vor. Er will sich aus dem Internat schleichen und mit Gabi Glockner und Karl Vierstein auf das Schützenfest gehen.

Klößchen, der dank Schokoladenkonsum leider nicht mit Tarzan an dessen Nylon-seil aus dem Fenster klettern kann, weil er ja niemals wieder nach oben kommen könnte, muss in der gemeinsamen Bude bleiben. Tarzan schwingt sich dann an seinem Nylon-seil aus dem Adlernest in die Tiefe und verschwindet in die Nacht.

Was ich mich natürlich dann sofort gefragt habe, was ist denn eigentlich ein Nylon-seil? Ist das so eine Art Wäscheleine? Oder wie darf ich mir das vorstellen? Eine Wäscheleine wird das Gewicht von einem 13-jährigen ja nicht unbedingt tragen können, oder? Ist ja wahrscheinlich auch recht dünn. Aber dann habe ich schnell mal gegoogelt und bin wieder mal eines Besseren belehrt worden.

Ein geflochtenes Nylon-seil mit zum Beispiel 8 mm Durchmesser kann immerhin 1000 DekaNewton Zugkraft aushalten, da kann man dann bis zu 1000 kg, also 1 Tonne an Gewicht, unten dranhängen. Ich würde sagen, dass reicht dann wohl auf jeden Fall für Tarzan aus.

Also Klößchen kann nicht am Seil klettern, deshalb haben wir es zuerst einmal nur mit TKG zu tun, die sich auf einem Volksfest treffen wollen, damit Tarzan einen Schlumpf für seine Gabi schießen kann.

Wobei das ja auch nicht so ganz richtig ist, sie treffen sich bei Glockners zu Hause, wo man auch gleich mal auf den sogenannten Computer, nämlich Karl Vierstein, trifft. Der hört gerade ganz begeistert Schallplatten und singt dabei laut mit. Das ist auf jeden Fall ein recht witziges erstes Aufeinander treffen von Karl und dem Hörspiel-Hörer. Gabi ist da weniger interessant, für den Erzähler ist es wohl am wichtigsten, dass Pfote blond ist und lange schwarze Wimpern besitzt. Da ist wohl schon alles über das Frauenbild aus Sicht des Autors gesagt.

Ach ja, bevor Tarzan bei Pfotes Haus aufschlägt, macht er aber noch eine Entdeckung. Weil er dank Rembrandt ein wenig spät dran ist, turnt er zur Abkürzung durch mehrere  Gärten und stößt dann auf zwei Einbrecher, die wohl schon einige reiche Leute um ihre teuren Gemälde erleichtert haben. Diese räumen gerade wieder eine Villa aus. Schnell wird klar, dabei muss es sich um die von der Zeitung „Millionendiebe“ genannten Bilderdiebe handeln.

Tarzan versteckt sich und erfährt dabei, dass sich Eddi und Otto, so heißen die beiden Kunstdiebe, sich später um Mitternacht mit dem Auftraggeber im Bierzelt des Volksfestes treffen wollen. Wenn es nicht klappt, dann halt am nächsten Tag  im Aquarium des Zoos. Was man auch erfährt, die beiden könnten wertvolle Bilder überhaupt nicht erkennen, weswegen sie froh sind einen Sachverständigen zu haben.

Fand ich dann schon ein wenig seltsam, der Sachverständige müsste doch eigentlich ebenfalls vor Ort sein? Denn wer sagt den beiden denn was sich lohnt oder einfach nur ein billiger Druck ist. Aber ja, sie sind wohl tatsächlich nur zu zweit, also stecken da wohl noch mehr Leute mit unter der Decke.

Als die Bilderdiebe dann mit ihrem Transporter, der recht auffällige Motorengeräusche von sich gibt, verschwunden sind, macht sich Tarzan endlich auf den Weg zu den Glockners, wo er dann eben TKG, wobei… das ist ja dann eigentlich nur noch KG, das T kennt die Story ja natürlich, die ganze Geschichte erzählt.

Sie beratschlagen was zu tun ist und beschließen in der Sache selbst zu ermitteln. Aber zuerst steht noch der Besuch auf dem Volksfest an.

Beim Beschluss in der Sache selbst tätig zu werden ist Pfote ein wenig ängstlich, dabei erinnert sie mich stark an Peter Shaw von den drei Fragezeichen.

“Einspieler 2”

Damit gibt es wohl einen Euro mehr für das Phrasenschwein: „Du darfst nur mit wenn es nicht gefährlich ist. Du bist schließlich ein Mädchen“. Oh weh, oh weh.

Somit haben wir ja mittlerweile wenigstens schon Dicken-Witze, Pöbelei und Macho-Getue auf dem Merkzettel.

Scheint wohl doch was Wahres an den Vorurteilen dran zu sein. Prügeln fehlt noch, kommt das vielleicht später noch?

Im Hörspiel ist es bereits schon deutlich nach 21 Uhr, ich finde, dass dies dann doch relativ spät für ein paar 12 und 13-jährige Kids ist. Vor allem wenn die dann tatsächlich noch bis Mitternacht warten wollen, um Eddi und Otto zu beobachten. Das wird dann wohl eine sehr kurze Nacht für TKG.

Aber wie das Gabis Eltern, ach ja… der Hauptkommissar Glockner ist ja auf einer Fortbildung und bekommt davon überhaupt nichts mit… und die Viersteins verantworten können?

Oh Gott, ich höre mich schon an wie so ein alter übervernünftiger Sack. War ich früher vielleicht auch so? Das ist jetzt schon so lange her, kann ich mich gar nicht mehr richtig daran erinnern… Trotzdem ist die Uhrzeit schon recht grenzwertig.

4.a [MUSIK] Snake Oil Salesman – Martin Carlberg – Epidemic

So, wieder alle wach? Das war Snake Oil Salesman von Martin Carlberg.

Auf dem Schützenfest angekommen will Tarzan ja eigentlich ursprünglich einen Schlumpf schießen, steuert aber direkt auf eine Verkaufsbude zu und stellt dabei fest, dass die Schlümpfe für 15 Deutsch-Mark einfach zu teuer sind.

Das waren damals zur Einführung des Euros 1999 etwa 7,50 Euro. Jetzt kommt aber der Knaller, wenn man das inflationsbereinigt, der Wechselkurs von etwa 2 zu 1 ist heute überhaupt nicht mehr relevant, dann wären diese 15 Deutsch-Mark aus dem Jahr 1981, da wurde ja das Hörspiel veröffentlicht, heute sage und schreibe nur 3,50 Euro wert. Wenn man vom Buch ausgeht, das erschien ja bereits 1979, wären es nur noch etwa 3,15 Euro. Damals waren 15 Mark halt schon viel Geld, heute bekommt mein Sohn schon fast so viel umgerechnetes und inflationsbereinigtes Taschengeld.

Naja, also für Tarzan eindeutig zu viel und somit versucht er es doch mit dem Schießstand. 5 Schuss für je 60 Pfennig, also 3 Mark. Noch einmal ein Rechenspiel, 5 Schuss für je 13 ct, also dann 75 ct. Der letzte Schuss sitzt, ein Schlumpf wurde über freie Auswahl gewonnen. Das wäre heute wohl für diesen Betrag nicht mehr machbar, ich glaube da muss man deutlich mehr Trefferpunkte sammeln. Abgesehen davon zahlt man heute auch pro Schuss 60 ct, der Preis ist also immerhin noch gleichgeblieben.

Was ich total witzig fand, Gabi und Karl setzen Tarzan richtig  unter Druck, so von wegen „Du bist wohl heute nicht in Form“, „lass es bleiben, wird eh nichts“. Ein Wunder, dass Tarzan Gabi nicht gleich direkt die Zähne dafür ausschlägt.

Einspieler 3″

Dann schleicht die Bande im Bierzelt herum, das Volksfest steht kurz vor Schankschluss. Sie entdecken dort Rembrandt mit seinem Bruder Paul Pauling. Der Zeichenlehrer hat ja eigentlich im Internat Nachtschicht und auf dem Volksfest überhaupt nichts verloren. Tarzan, Karl und Gabi nehmen schnell die Beine in die Hand und verziehen sich auf den Parkplatz, auf dem gerade ein Lieferwagen für Tarzan seltsam bekannte Geräusche von sich gibt. Ein Mann kommt vom Park- zum Festplatz und Tarzan weiß halt nicht genau, ob das tatsächlich einer der Bilderdiebe ist, er hat die beiden im dunklen nicht richtig gesehen.

Um sicher zu gehen, ob das Otto oder Eddie ist, wenden Karl und Tarzan einen Trick an. Tarzan stellt sich zu „Knubbelnase“ an eine Wurfbude und schreit ganz laut „Otto du Dieb, du hast mir mein Lebkuchenherz geklaut“.

Einspieler 4

Knubbelnase zuckt zusammen und verzieht sich ins Bierzelt, wo er sich einen Platz am Tisch von Rembrandt und seinem Bruder sucht. TKG können natürlich nicht näher ran, warten noch einige Zeit ab und verfolgen dann Knubbelnase zum Parkplatz. Sie können leider das Kennzeichen nicht so richtig erkennen, was dann aber auch nicht nötig. Der Transporter besitzt eine recht auffällige Aufschrift. „Eddis Eisbar – Das Lecker Paradies“. Dann ist es wirklich an der Zeit nach Hause zu gehen.

Im Internat angekommen, bemerkt Tarzan recht schnell, dass sein Nylonseil verschwunden ist. Nach dem Wecken von Willi Sauerlich ist schnell klar, Rembrandt hat das Seil entdeckt und entfernt.

Wobei ich mich da ja wieder Frage, wann soll das denn gewesen sein, der Lehrer war ja auf dem Schützenfest. Laut Klößchen war dieser schon ein paar Mal im Zimmer und hat die Anwesenheit der Jungs im Adlernest kontrolliert.

Tarzan gelangt mit Willis Hilfe dennoch in ihre gemeinsame Bude und mogelt sich schnell in sein Bett, wird von Lehrer Paulig vermeintlich geweckt und ins Gebet genommen. Zwei Verweise hat Tarzan schon, beim dritten fliegt er von der Schule, der Kerl scheint unglaublich Glück zu haben. Schließlich gibt es ja doch schon über 200 Folgen der Reihe und Tarzan lebt immer noch im Adlernest. Aber Peter Carsten kann sich dank frecher Schnauze natürlich herausreden. Tarzan lässt ja wirklich nichts aus, um andere auf die Palme zu bringen.

Am nächsten Tag geht es auf den Fahrrädern direkt zu Eddis Eisbar, wo sie schon wieder auf Pauling treffen. Sie müssen sich also recht leise unterhalten. Das machen sie bei jeweils 4 Kugeln Fruchteis, Klößchen bestellt ganze acht Kugeln Eis, mir würde ja echt sowas von schlecht werden. Aber ganz ehrlich, mir sind meistens schon zwei Kugeln zu viel.

Die vier bemerken, dass der diebische Otto aus der Eisdiele geht, Tarzan und Karl hängen sich an seine Fersen und verfolgt ihn bis nach Hause. Dort entdecken sie auch abgeklebte Buchstaben auf dem gammligen alten Transporter und schlussfolgern gleich mal, dass diese Buchstaben wohl vor jedem Verbrechen abgeklebt werden.

Außerdem gibt es da irgendwelche Differenzen mit den Nummernschildern des Fahrzeugs, Tarzan stellt fest, dass Knubbelnase aus der Eile heraus wohl mit den gefälschten Nummernschildern zum Volksfest gefahren ist. Interessant, das wird im Hörspiel nicht thematisiert, da beschweren sich die Freunde, dass sie das Nummernschild im dunklen nicht richtig sehen können, von gefälschten Kennzeichen ist eigentlich nie die Rede. Aber sie waren ja bereits mit der Lieferwagen-Aufschrift zufrieden. Das wird dann wohl im Buch wahrscheinlich ein wenig anders sein.

Was mir noch so aufgefallen ist, das Zoo-Aquarium wurde auch des Öfteren erwähnt, spielt aber überhaupt keine Rolle für die Geschichte. Wie sieht es da aus? Oder die Inhaltsangaben der Folge 1 waren ja auch schon falsch.

„Haben die Rocker mit den Einbrüchen zu tun?“… ich würde ganz klar NEIN sagen. Denn es kommt im gesamten Hörspiel kein einziger Rocker vor.

Einer der Hörer vielleicht Sammler der Bücher und kann mir bei diesen drei, ich sag mal Fehlern, sagen, ob das im Buch anders ist.

Aber wird wohl so sein, das kommt ja leider in den Drei Fragezeichen-Hörspielen auch immer wieder vor. Naja, ist auch kein Wunder, bei TKKG sitzen nämlich die gleichen Leute im Studio. Zum Beispiel André Minninger oder Heikedine Körting, zwei recht bekannte Namen im drei Fragezeichen Universum … eigentlich echt seltsam wie sich die beiden Hörspiel-Reihen damals immer bekriegen konnten und trotzdem von den gleichen Leuten produziert wurden.

Auf jeden Fall stellen TKKG dann fest, dass sie unbedingt die Hintermänner schnappen müssen, Eddie und Otto haben sie ja bereits identifiziert.

Am nächsten Abend sind die vier bei Sauerlichs zum Diät-Abendessen eingeladen. Zu ihrem Entsetzen ist auch Paul Pauling eingeladen, der mit seiner Fistelstimme echt total nervig die Brennesselsuppe von Frau Sauerlich über den Klee lobt. Diätpläne sind aber halt für die männlichen Sauerlichs überhaupt nichts, dafür gibt es dann ein geheimes Festessen in der Küche.

Als der Chauffeur Georg die Kinder nach Hause fahren soll, finden sie den Fahrer niedergeschlagen in der Garage, der Jaguar ist verschwunden.

Das Auto taucht dafür aber am nächsten Tag wieder auf, zwei Studenten hätten sich den Wagen für eine Spritztour ausgeliehen und als Entschädigung gibt es für die  Willis Eltern und den Chauffeur Theaterkarten. Die Sauerlichs freuen sich und nehmen die Entschuldigung der Studenten an, Tarzan ist mal wieder der Justus Jonas der Bande und vermutet einen perfiden Plan von Otto und Eddie. Also da scheint außer blöder Macho-Sprüche doch noch ein wenig im Oberstübchen los zu sein.

TKKG legt sich in der Nacht mit Funkgeräten auf die Lauer und warten, bis dann die Bilderdiebe zuschlagen.

Am Ende schnappt sich die Polizei die ganze Bande inklusive dem Boss Paul Pauling und seinem Sachverständigen und Bruder Dr. Rembrandt. War ja klar, dass die irgendwie zusammen unter einer Decke stecken. Gut, damit ist dann wohl das Rembrandt-Problem für Tarzan auch erstmal Geschichte, von dem Zeichenlehrer droht erst einmal keine Gefahr mehr.

Die TKKG-Bande erhält dann noch eine Belohnung und alle sind glücklich.

Fazit

So, dann habe ich schon mal die Folge 1 geschafft, Hörspieltypisch scheint es auch da ein bisschen Unterschiede zwischen Buch und Hörspiel zu geben.

Aber wie sollte das auch anders gehen, wir sprechen schließlich von Kassetten, da war Bauartbedingt nur bestimmte Laufzeiten möglich.

Mein Hörspiel kommt auf etwa 40 Minuten über zwei Kassettenseiten, da passt die ganze Geschichte halt einfach gar nicht drauf.

So, aber wie finde ich jetzt „Die Jagd nach den Millionendieben“?
Vom Prinzip her ganz ok, Schwächen in der Geschichte gibt es bei Hörspielumsetzungen oft, Logiklücken leider auch. Aber was sagt jetzt der TKKG-Klischee-Faktor so?

Wobei ich mir da wohl erst mal eine Liste erarbeiten sollte… vielleicht habt ihr ja so eine Idee, was denn so richtig typisch für die TKKG-Bande ist, dann schreibt es bitte in die Kommentare. Dann können wir gemeinsam eine Liste erarbeiten.

Bis dahin nehme ich mal die folgenden Punkte:

Tarzan legt sich mit einem Lehrer an: 10 Punkte

Tarzan beleidigt Klößchen und macht Dicken-Witze: 10 Punkte

Tarzan lässt den Macho raushängen: 10 Punkte

Das Nylonseil / die Strickleiter wird entdeckt und entfernt: 10 Punkte

Das Adlernest wird in der Nacht heimlich verlasssen: 10 Punkte

Der Gauner wird wegen eines Köpermerkmals diskriminiert: 10 Punkte

So bekommt die erste Folge von TKKG einen TKKG-Faktor von 60 Punkten und wird dann, nachdem es eine gescheite Liste gibt, noch einmal angepasst. Dann brauche ich auf jeden Fall noch ein Score-Board um die klischeehafteste Folge von TKKG herauszufinden.  Also es steht dann wohl noch einiges an Arbeit an, bis der Podcast einigermaßen rund läuft.

Ok, das war es dann erst einmal mit der Hörspiel-Besprechung, wir machen als nächstes mit dem Hörer-Feedback weiter.

9. [JINGLE]

10. [HÖRER-FEEDBACK]

 “Kein Hörer-Feedback.”

Es wäre wirklich großartig, wenn ihr mir mitteilen würdet, ob euch der Kartoffelcast gefällt oder was ich besser machen kann.
Ich werde in Zukunft hart dafür arbeiten, dass aus dem kleinen Format eines Tages ein ordentlicher Hörspiel- und Hörbuch-Podcast wird. So dass am Ende jeder Spaß an dem Sendeformat hat, ihr beim Anhören und ich beim Aufnehmen. Ausgewählte Zuschriften lese ich dann hier im Podcast an dieser Stelle vor und beantworte sie.

Um mir Feedback zukommen zu lassen, könnt ihr auf meinem Blog unter dem jeweiligen Blog-Beitrag kommentieren, gerne eine E-Mail unter info@couchpirat.de schicken, mich über Twitter unter @couchpirat und @kartoffelcast kontaktieren oder mir einfach was auf  den Piraten-Anrufbeantworter sprechen. So etwas gibt es nämlich auch.

Dazu wählt ihr einfach die Münchner Nummer 089 / 24207507. Solltest ihr aus dem Ausland anrufen, dann vergesst bitte nicht die Auslandskennung 0049 vorher zu wählen.
Es fallen die ortsüblichen Kosten für Festnetz oder Mobilfunk an, bitte halt da vorher bei eurem Anbieter über die Preise schlau machen.

Ich freue mich auf jeden Fall schon mal über eure Nachrichten.

 11. [ABMODERATION]

  Ja, das war es dann auch schon mit der ersten Episode des Kartoffelcasts.

Ich hoffe das anhören hat euch so viel Spaß gemacht wie mir das planen und aufnehmen und ich nehme an, dass wir uns wohl in 14 Tagen Wiederhören. Das wäre nämlich so der Rhythmus, den ich mir vorerst mal so vorstelle.

Ach ja, was gibt es dann in zwei Wochen eigentlich zu hören? Da geht es wieder weiter mit TKKG Folge 2, „Der blinde Hellseher“.

Schaut auch mal auf meinem Blog vorbei, da findet ihr diesen Podcast auch wieder als Transkription und alle Infos rund um den Podcast. Und natürlich auch jede Menge anderes Zeug.

Dann fehlt zum Schluss eigentlich nur noch ein wenig Musik und der obligatorische Disclaimer, haltet die Gallionsfiguren sauber und bis zum nächsten Mal,

euer Michael der Couchpirat … Arrrr…

12. [MUSIK] You Gotta Save Me – Johan Glössner – Epidemic Sound

13. [DISCLAIMER]

“Der Kartoffelcast ist ein nicht kommerzielles Fan-Projekt vom Blog “Der Couchpirat” auf couchpirat.de und steht in keinem Zusammenhang zum jeweiligen Verlagshaus oder Label der im Podcast behandelten Produktionen.

Jegliche Namensrechte an den Hörspielen bleiben gewahrt.

Die verwendete Musik ist durch die Creator Subscription von Epidemic Music für diesen Podcast lizenziert.

Bei den Aufnahmen wurde weder Gemüse noch Tiere verletzt oder getötet.

Vielen Dank für das zuhören und bis zum nächsten Mal!”

14. [ENDE]

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