John Sinclair – Melinas Mordgespenster (SE06)

Beitragsbild John Sinclair SE06
Beitrag ohne Produktplazierung, Hörspiel wurde selbst gekauft. Unterstützung durch * = Partnerlinks (was ist das?)

Als 1978 der Schriftsteller Jason Dark den ersten Roman seines Geisterjägers John Sinclair („Im Nachtclub der Vampire“) veröffentlichte, wäre wohl kaum einer auf die Idee gekommen, dass aus diesen Groschenromanen eines Tages eine der bekanntesten Grusel-Serien werden würde, die sie heute ist.

Nach unzähligen Groschenromanen und Taschenbüchern entstand rund um den Geisterjäger eine riesige Fangemeinde und so blieb es auch nicht aus, dass die Reihe auf andere Medien ausgeweitet wurde.
Bereits 1981, also nur zwei Jahre nach dem ersten Roman, entstand unter der Regie des Tonstudio Braun die erste Hörspieladaption. Immerhin brachte es das Tonstudio auf stolze 107 Folgen der Hörspielserie, die ihnen auch einen Eintrag im Guiness Buch der Rekorde bescherte. Größtes Manko der Serie: Die Hörspiele basierten nur auf den Jason Dark Romanen und wurden in der Reihenfolge frei Schnauze, also wie es der Markt gerade hergab, ausgewählt. Als dann das Tonstudio Braun auch noch fortlaufende Nummern vergab, war das chronologische Chaos perfekt.

1991 verlor TSB einen Rechtsstreit mit dem Verlag Bastei und läutete das Ende der Hörspielreihe ein.
Im Jahre 2001 versuchte der Verlag Bastei Lübbe einen Reboot der Reihe und schlug mit der neuen Produktion ein wie eine Bombe. Zum einen mit Top-Besetzung, zum anderen in chronologischer Reihenfolge, wurden die Hörspiele wieder auf den Markt gebracht. Zum jetzigen Zeitpunkt weist diese Serie 154 Folgen und 10 Sondereditionen auf.

Als ich vergangenen Montag einen ausgiebigen Bummeltag in München verbrachte, besuchte ich natürlich auch die gut bestückte Hörspielabteilung eines Elektromarktes und verlis diesen mit einer John Sinclair Sonderedition. Um diese SE06 soll es hier nun auch gehen.

Darum geht es

„Zwei Menschen waren spurlos verschwunden – in meiner Heimatstadt Lauder! Der Brief, den mein Vater mir in höchster Not schrieb, veranlasste mich sofort aufzubrechen. Der Einfluss von Dämonen war nicht auszuschließen … Was ich allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht ahnte: Es sollte alles viel, viel schlimmer kommen …

Eine fesselnde Komposition aus düsterer Gruselatmosphäre, temporeicher Action, einem phänomenalen Soundtrack und den besten Stimmen Hollywoods.“ (Quelle Klappentext)

John Sinclair SE06 - Cover

Das Hörspiel

Die CD

Das Hörspiel wurde auf zwei CDs mit etwa 92 Minuten Laufzeit gepresst. Die Sonderedition von John Sinclair werden, soweit ich weiß, meist in Pappschubern ausgeliefert. Das sieht natürlich ganz toll aus, da diese Hüllen auch recht ordentlich verarbeitet sind.

Bei der innen steckenden CD-Hülle handelt es sich um ein durchsichtiges Jewel-Case, das Platz für ein dünnes Booklet und zwei CDs auf einem klappbaren CD-Tray bietet. Das Titelbild ist bei dieser Folge recht einfach gehalten, verfehlt ihre Wirkung aber dennoch nicht, sondern transportiert die negativen Gefühle sehr gut. Kurz gesagt, ich finde die Frau mit dem stechenden Blick auf dem Cover echt gruselig.

John Sinclair SE06 - Rückseite

Die Geschichte

Die Geschichte „Melinas Mördergeister*“ ist auf jeden Fall recht speziell und es steht außer frage, warum sich das Hörspiel deutlich besser als Sonderedition eignet und sich im normalen Reigen der John Sinclair 2000-Reihe* gar nicht so richtig einfügen würde.

Bis jetzt war Jason Dark immer ein verlässlicher Lieferant von Geschichten rund um Werwölfe, Vampire oder Dämonen, die mal wieder die Welt vernichten wollen. Vom schwarzen Skellett gar nicht erst zu reden.
„Melinas Mördergeister“ schlägt hier aber einen gänzlich anderen und ungewohnten Weg ein und ich muss sagen, dass ich wirklich froh bin, gerade diese Folge im Elektromarkt gekauft zu haben.

Leider kommt jetzt der sehr schwierige Teil der Rezension, denn der Verlauf der Geschichte ist wirklich sehr speziell und daher möchte ich eigentlich nicht sehr viel mehr dazu schreiben. Ich weiß, das ist für eine Rezension sehr ungut, aber ich würde wahrscheinlich mehr kaputt machen als es der Rezension zuträglich wäre.

Das passt auch gut zu einem Facebook-Beitrag von Ivar Leon Menger, der Macher der dreiteiligen Hörspiel-Reihe „Monster 1983“, der an Halloween darum gebeten hat, nichts über das spannende Ende der dritten Staffel herum zu erzählen, weil dadurch die Geschichte deutlich leiden würde.

Somit lasse ich es hier dann wohl auch lieber sein und verbleibe einfach mit „auch Menschen können wahre Monster sein“.

John Sinclair SE06 - CDs

Die Sprecher

Wer schon mal eines der letzten bis jetzt veröffentlichten 154 Hörspiele der John Sinclair 2000-Reihe angehört hat, und das werden wohl die meisten Horrorhörspiel-Fans sein, kennt selbstverständlich auch die erstklassig besetzten Sprecherrollen.

Natürlich sticht Dietmar Wunder (Synchronsprecher Daniel Craig, Adam Sandler) wieder als John Sinclair heraus. Auch wenn ich dessen Vorgänger Frank Glaubrecht (Synchronsprecher Pierce Brosnan, Kevin Costner, Al Paccino) lieber in dieser Rolle gehört habe, liefert auch Herr Wunder als Geisterjäger erstklassige Arbeit ab.

Und natürlich ist der Rest des Casts auch wieder ausgezeichnet besetzt, grobe Ausfälle (hölzerne Dialoge oder ähnliches) fallen mir hier nicht auf. Lediglich die Stimme von Johns Vater mag mir nicht so recht gefallen, aber das dürfte wohl einfach Geschmacksache sein.

John Sinclair SE06 - Inlay

Fazit

Das schöne ist, es gibt eigentlich nichts zu meckern.

Das Hörspiel wurde, wie in dieser Reihe üblich, qualitativ hochwertig aufgenommen und bearbeitet. Die Sprecher sind erstklassig und die Soundeffekte passen einfach auch.

Besonders hervorheben muss man hier die für John Sinclair spannende und völlig untypische Story, die nahezu vollkommen ohne Magie, Dämonen, Vampire oder Werwölfe auskommt.
Es wäre schön, wenn es öfters mal eine Folge gäbe, die aus altbekannten Mustern ausbrechen und den Hörer dadurch in deren Bann zieht. Das gilt übrigens für so ziemlich jede Hörspielreihe, die manchmal nicht mutig genug ist, eingetretene Pfade zu verlassen und neue Sachen auszuprobieren.
Und genau dieser Umstand ist für mich persönlich der Grund, dass „Melinas Mördergeister“ eine der besten Folgen der JS2000-Hörspielreihe ist.

Aus diesem Grund kann es für mich natürlich keine andere Bewertung als die volle Punktzahl geben, daher 5 von 5 Couchpiraten.

Ich hoffe euch hat meine Rezension zu diesem Hörspiel gefallen und ich würde mich wirklich über ein paar Kommentare hier oder auf meinen sozialen Kanälen freuen.
Auch über Vorschläge, welches Hörspiel (abgesehen von Monster 1983 III, das kommt so sicher wie das Amen in der Kirche) ich mir als nächstes vornehmen kann oder sollte. Ich freue mich über jeden Hörspiel-Tipp!

Vielen Dank fürs lesen und bis zum nächsten Mal,
Arrr! … Euer Michael, der Couchpirat

5/5 Couchpiraten

Kurzinfo

Titel: John Sinclair – Melinas Mordgespenster (SE06)
Dauer: ca 92 Minuten
Anzahl Disks: 2
Hörprobe:  Keine
Veröffentlicht: 21.Oktober 2016
Studio: Lübbe Audio
Bezug: Örtlicher Handel oder Onlineversand*
Preis: 14,99 EUR empf. VK-Preis
EAN: 9783785752494

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