Alma Bayer – Wildfutter

Beitragsbild Alma Bayer Wildfutter
Das folgende Buch wurde mir vom btb Verlag zur Verfügung gestellt. Noch einmal vielen Dank dafür. Dennoch enthält diese Rezension meine eigene Meinung und diese wurde auch durch das Rezensionsexemplar nicht beeinflusst.
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 (was ist das?)

Wildschweine fressen alles…

Alma Bayer*, das Pseudonym einer Journalistin und Sachbuch-Autorin, lebt im tiefsten Oberbayern und veröffentlichte im August 2017 zusammen mit dem btb Verlag ihren Debüt-Roman „Wildfutter*„. Nun ist es natürlich richtig schwer, im hart umkämpften Segment der Regional-Krimis Fuß zu fassen. Schließlich wurden hier schon so einige großartige Geschichten von diversen Autoren (zum Beispiel Rita Falk*,  Frederike Gers*Stefan Limmer* und vielen anderen) im Heimatland angesiedelt und da braucht es schon ein paar frische Ideen, um in diesem Bereich der Heimatliteratur zu bestehen und nicht im Fahrwasser anderer bekannter Autoren unterzugehen.

Ob das der Autorin mit „Wildfutter“ gelungen ist und ob Wildschweine wirklich alles fressen, erfahrt ihr hier in dieser Rezension.

Das Buch

Wie in meinen Rezensionen so üblich, geht es auch hier mit dem Ersteindruck des Taschenbuchs los.
Das Buch ist eine typische Taschenbuchausgabe mit einem Umfang von 480 Seiten, die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei moderaten 9,99 Euro.

Wenn man leicht über den Titel des Einbands fährt, kann man den etwas erhabenen Titel erfühlen.
Das Schriftbild des Titels „Wildfutter“ finde ich eigentlich ganz in Ordnung, es hat so etwas bayerisch Rustikales. Auf der Rückseite gibt es die gleichen Merkmale. Ziemlich prominent prangt ein großes Wildschwein auf dem Titel, dessen merkwürdiger Seppel-Hut wohl als witzige Idee gedacht war, bei mir aber nicht so richtig zünden mag.

Was mir persönlich aber überhaupt nicht gefällt, der verwendete Schreibschrift-Stil für den Namen der Autorin und dem Untertitel „Ein Rosenheim-Krimi“. Irgendwie passt das im Gesamtbild einfach nicht zusammen. Mir persönlich werden für das Titelbild auch zu viele verschiedene Farben verwendet, die im Zusammenspiel wenig harmonisch wirken.
Wenn ich den Einband des Buches nach Schulnoten bewerten würde, für mich wäre es eine glatte 4-.

Aber natürlich sollte man ein Buch nicht ausschließlich nach seinem Einband bewerten und deswegen ganz schnell zum Inhalt des Kriminalromans.

Alma Bayer - Wildfutter (Cover)

Darum geht es

„Der pensionierte Kommissar Vitus Pangratz ist nachts im Wald auf Foto-Pirsch. Denn er hat einen Plan. Er will im Ruhestand ganz groß rauskommen als Naturfotograf mit dem Fotokalender „Die Wildsau bei Nacht“. Doch dann gerät er im Wald ins Stolpern – über eine angenagte Hand! Die gehört eigentlich zum seit geraumer Zeit verschwundenen örtlichen Jugendfußballtrainer. Pangratz lässt seine Pensionärs-Pläne fallen und nimmt sich lieber der Sache an. Gemeinsam mit seiner Tochter Johanna „Jo“ Coleman, einer Lokalreporterin, die ihrer Karriere einen Schubs verleihen will, begibt er sich auf Spurensuche. Bald steht die ganze Kleinstadt Kopf.“ (Quelle: Verlagstext)

Meine Meinung zum Buch

Wie eingangs erwähnt, es ist schwer mit einem bayerischen Regional-Krimi Fuß zu fassen. Schwierig, aber nicht unmöglich, wie dieser Kriminalroman auch eindrucksvoll beweist.

Der Roman ist insgesamt recht schön zu lesen, inhaltlich gibt es aber dennoch hin und wieder ein paar Längen.
Zuweilen wirkt auch die lockere Art etwas aufgesetzt und man könnte schnell den Eindruck gewinnen, Frau Bayer möchte die bayerische Mentalität humoristisch sehr stark überzeichnen. Es werden hier ein paar Klischees zu sehr bedient. Seien es nun die völlig überdrehten Fußballmütter, die für die Chancenverbesserung ihrer Söhne mit dem Trainer in die Kiste steigen, oder die gefrustete Hausfrau, die mit Sexspielzeug ihre Ehe ein wenig aufpeppen möchte. Sehr präsent ist vor allem auch der FC Bayern samt seiner Talentsucher. Gut, der FCB ist in unserer Region DER Fußballclub, allerdings kann einem der zum Teil überpräsente Fußballverein in dieser Kriminalgeschichte sehr schnell auf die Nerven gehen.

Was hingegen sehr positiv ins Gewicht gefällt, Frau Bayer bemüht sich um glaubhafte und charmante Charaktere, allen voran natürlich die Hauptfiguren Vitus Pangratz und seine Tochter Jo (Johanna). Zudem werden innerhalb der Geschichte immer wieder Sehenswürdigkeiten von Rosenheim geschickt eingeflochten. Das liest sich zum Teil recht interessant und man möchte sich die eine oder andere beschriebene Örtlichkeit der bayerischen Stadt direkt vor Ort ansehen.
Das Privatleben der beiden Hauptcharaktere lenkt zuweilen etwas von dem Kriminalfall ab, aber am Ende wird das Buch dann noch einmal richtig spannend.

Ich vergebe für den Regional-Unterhaltungsroman mit Krimi-Elementen 3 von 5 Couchpiraten.
Der Bayern-Krimi unterhält meistens und ich würde für die Idee und die Geschichte an sich 4 Couchpiraten vergeben, dennoch ziehe ich noch einen Couchpiraten für die Umschlaggestaltung ab, da mir diese, wie bereits weiter oben ausgeführt, nicht so recht gefallen mag. Ansonsten ist der Roman ganz solide und man will doch irgendwie wissen, wie es weitergeht und insbesondere wie der Fall endet.

Freunden der bayerischen Heimatliteratur kann man das Buch durchaus empfehlen, auch für den Fußballfan ist so einiges lustiges geboten. Und vor allem würde es mich überhaupt nicht überraschen, wenn uns Lesern in einiger Zeit die Zeile „Ein Vitus Pangratz Krimi 2“ aus dem Bücherregal entgegen strahlen würde.

Somit wäre ich nun am Ende dieser Rezension angekommen. Hoffentlich hat sie euch einigermaßen gefallen und ich würde mich über Kommentare (hier und auf meinen sozialen Kanälen) oder Vorschläge sehr freuen. Dann bis zur nächsten Buchvorstellung,
Arrr!… Michael der Couchpirat.

3/5 Couchpiraten
3/5 Couchpiraten

Weitere Informationen

Kostenlose Leseprobe
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Titel: Wildfutter
Autoren: Alma Bayer
Leseprobe: Hier kostenloser Download
Verlag: btb
VerlagsgruppeRandom House
Bezug: Beim Verlag oder Onlineversandhandel
Erschienen: 14. August 2017
Seiten: 480
Preis: 9,99 EUR empf. VK-Preis
ISBN-13: 978-3442715312

Alle Bilder und Leseproben mit freundlicher Genehmigung der Random House Verlagsgruppe via Bloggerportal.

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