Eigene Cloud mit NextcloudPi – Teil 5

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Beitrag ohne Produktplazierung, Einzelteile wurden selbst gekauft. Unterstützung durch * = Partnerlinks (was ist das?)

Seit dem ersten Teil der Reihe „Eigene Cloud mit NextcloudPi“ hat sich viel in diesem Projekt getan.

Jetzt wird es Zeit, einfach mal zu betrachten, ob und wie sich der Aufwand lohnt. Hier folgt nun mein Fazit zu dieser Reihe.

Übersicht des Projekts

Mein Fazit zu NextcloudPi

Das ganze Projekt ist ja recht ambitioniert gestartet, der Wunsch nach einer eigenen Cloud war ja gegeben.
Das warum war von Beginn an klar. Private Daten, Dokumente, Kontakte und Kalendereinträge sollten zentral verwaltet werden, ohne sie auf einem öffentlichen Server abzulegen. Die Nutzung einer Cloud ist prinzipiell super, wenn man aber nicht genau weiß, wer eigentlich alles seitens der Anbieter Zugriff auf die eigenen Daten hat, dann kann einem schnell der Spaß am zentralen Speicher vergehen.

Mit diesem denken startete ich nun in das groß angelegte Projekt.
Neben der eigenen wichtigsten Daten, auf die man unterwegs vielleicht unbedingt Zugriff haben möchte,  sollte auch ein Familienkalender die Termine aller Familienmitglieder verwalten und als Datenaustausch-Server für die Schwiegereltern in Thüringen herhalten.

Spannend war hier auf jeden Fall der Raspberry Pi Zero, der kleine Bruder des RasPi 3.
Mit ihm sollte es doch eigentlich möglich sein, eine kleine Cloud vom heimischen VDSL-Anschluss zu betreiben und von unterwegs darauf zuzugreifen.

Während der ersten Tests fiel mir die im Vergleich zum großen Bruder deutlich geringere Leistung auf. Die langsame WLAN-Verbindung und dazu die Limitierung des Daten-Uploads sowie der 2,5 Zoll Festplatte erwiesen sich leider als deutliche Flaschenhälse. Dies führte fast zum Abbruch des Projekts, da sich das ganze meiner Meinung nach eigentlich gar nicht so richtig sinnvoll einsetzen lässt.

Was hingegen enorm gut ist, das ist die Software NextcloudPi.
Die Idee, ein bereits relativ sicher konfiguriertes System als ISO auf eine SD-Karte zu bringen und den Einstieg zur eigenen Cloud merklich zu erleichtern, ist grandios. Lediglich der Umstand, dass man den SSH-Zugang selbst noch aktivieren muss, finde ich etwas schade. Aber so richtig schlimm ist es natürlich nicht, da lediglich eine einzige Datei im Boot-Laufwerk erstellt werden muss. Und diese muss noch nicht mal Inhalt haben, leichter geht es also gar nicht mehr.

Zwei User-Kommentare am Ende des dritten Teils (habe ich schon mal erwähnt, dass ich mich über jeden Kommentar sehr freue, weil das bedeutet, dass doch jemand meine Beiträge liest) haben mich dann doch dazu bewegt, den Konfigurationsanteil der Reihe zu veröffentlichen.
Denn im Grunde genommen ist das ganze eine prima Sache, auf Grund der Limitierungen eben nicht. Dennoch lässt sich meine Reihe „Eigene Cloud mit NextcloudPi“ ganz gut als Grundlagenartikel verwenden. Über Verbesserungen des Systems kann man ja ohne weiteres noch nachgrübeln.

Ich könnte mir vorstellen, dass es mit dem großen Bruder Raspberry Pi 3 ein deutlich besseres Ergebnis zu erreichen wäre.
Zum einen ist da der Ethernet-Anschluss, der durch direkten kabelgebundenen Anschluss am Router den WLAN-Flaschenhal eliminiert, zum anderen bietet er eine größere Rechenpower. Die langsame 2,5 Zoll Festplatte könnte eventuell durch eine SSD ersetzt werden und somit noch zusätzlich ein wenig Geschwindigkeit aus dem Aufbau heraus kitzeln.

Das ganze Projekt hat allerdings auch einen entscheidenden Nachteil, besonders wenn man den Miniserver direkt im Internet betreibt.
Wenn man einen eigenen Server, auf den im Prinzip die ganze Welt zugreifen kann, im Internet betreibt, dann bekommt man sehr viel zusätzliche Arbeit. Das System muss so abgesichert sein, so dass es unbefugten dritten nicht möglich ist, auf die Installation zuzugreifen. Niemand wil eines Tages aufwachen und feststellen müssen, dass sein RasPi in einem Bot-Netzwerk hängt und fröhlich Attacken auf fremde System fährt oder lediglich Spam-Mails versendet. Wenn man einen eigenen Server betreibt, dann muss man sich unbedingt der Gefahren bewusst sein und wenn möglich, NextcloudPi erst mal nur lokal betreiben, bis man wirklich alles im Griff hat.

Ich hoffe, euch hat diese Reihe ebenso Spaß gemacht wie mir. Ich würde mich sehr über Vorschläge, um das Gesamtsystem stabiler und schneller zu machen, freuen. Für mich endet das Projekt vorerst an dieser Stelle, da ich im Moment an einem Magic Mirror (wer nicht weiß was das ist, kann hier Beispiele sehen) bastle. Die Hardware ist bereits soweit fertig, aber auch hier wartet der Spiegel (mal wieder) auf seine Software.

Da es jetzt mit strammen Schritten auf den 1. Advent zugeht, in einer Woche ist es ja bereits so weit, wünsche ich euch eine schöne und stressfreie Weihnachtszeit. Vielleicht findet ihr ja in dieser geruhsamen Zeit ein paar Momente, um NextcloudPi nachzubauen und zu verbessern.

Bis zum nächsten Mal,
Arrr!… Michael, der Couchpirat

Übersicht des Projekts

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